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Biologische Exkursionen und feldbiologische Beobachtungen werden mit Schülern höchst selten durchgeführt, wenngleich Einmütigkeit in der Bewertung der Leistungsfähigkeit dieser Arbeitsweise besteht. Als Grund werden u.a. organisatorische Unzulänglichkeiten angegeben, doch dürften die Ursachen auf ganz anderem Gebiet liegen. Sie haben mit der Artenkenntnis der Lehrkräfte ebenso zu tun, wie mit der vermeintlichen Trennung von Schulwissen in Form ökologischer Regelhaftigkeiten und den real existierenden Arten, von denen diese Regelhaftigkeiten abgeleitet wurden. Bei einer biologischen Exkursion scheint  zunächst keine Gesetzmäßigkeit erkennbar, sondern nur ein „Artenchaos“. Man denke dabei an Heinrich Grupe, der 1947 in "Naturkunde in der Volksschule" schrieb: 

„Am Rande des Dorfes lag ein Teich, …Es war reiner Zufall, daß ich nicht gleich mit der Klasse ging … Da lag nun die ‚Lebensgemeinschaft’  in wunderbarer Abgeschiedenheit vor mir. In den dichten Pflanzenbeständen und im Wasser war ein reges Tierleben. […] Ich kannte die Jungeschen ‚Gesetze’ auswendig; hier draußen jedoch waren meinen Augen keine Gesetze sichtbar – ich sah nur Tiere und Pflanzen und Wasser. [ …] Also heran an die Pflanzen! Aber so ein Röhrichtbestand hat es in sich. Außer Schilf kannte ich nicht gar zu viel davon. Also dann zu den Schwimmpflanzen! Unter ihnen verbargen sich noch mehr Unbekannte. […] An diesem Nachmittag ging mir an dem verschwiegenen Teich eine Erkenntnis auf: Die ‚Lebensgemeinschaften’ in den Büchern und diese ‚Lebensgemeinschaft’ hier draußen in der Gemarkung sind zwei sehr verschiedene Angelegenheiten … Und ich sagte mir sehr ehrlich: Junge, du weißt nichts, erst gehe hin und lerne die Dinge richtig kennen und dann komme wieder und versuche es mit einem Unterricht, der eine gründliche Sachkenntnis voraussetzt!“

Der Erwerb von Artenkenntnis ist demzufolge nicht nur Selbstzweck: Er gibt fachliche Sicherheit, fördert die Freilandbiologie und ist Voraussetzung für weitere biologische Arbeiten in der Pflanzensoziologie, der Vegetationsgeographie, der Ökologie, dem Naturschutz und der Systematik. Nicht zuletzt lassen sich damit viele Erscheinungen erläutern, z.B. die Kommentierung von Schadbildern und Tierspuren.

Mit Hilfe des Aufbaues eines eigenen Arten- und Beobachtungsbuches kann man sich einen Fundus schaffen, der später so groß ist, daß er über jede Exkursion trägt – ganz gleich, in welchem Gebiet man sich aufhält. Damit beginnt man am besten, indem man zunächst die Arten aufnimmt, die man selbst bereits gesichert kennt. Dazu trägt man Zeichnungen, Abbildungen, Merkhinweise, tabellarisch die Unterschiede der schwer unterscheidbaren Arten, die Zeigerwerte nach Ellenberg und dergl. ein. Jede neu bestimmte Art wird dann hinzugefügt. Wann immer man auf neue Informationen über die Arten trifft, z.B. über pflanzliche Inhaltsstoffe, Verwendung in der Medizin, Historisches, Besonderheiten der Anatomie, Forschungsergebnisse u.a.m., trägt man diese hinzu. Dieses Buch kann man dann zu den Exkursionen mitnehmen und daraus vortragen. Im Zeitalter von GPS lassen sich weitere Angaben denken. So ist z.B. der Vermerk, wo man eine Art gefunden hat, hilfreich für die Erinnerung. Vergleiche dazu auch „Digitale Beobachtungstagebücher“ in „Unterricht Biologie“  (2000, Heft 256). Aber auch für die Materialbeschaffung für den Unterricht, die Durchführung von Versuchen und die Anlage einer Sammlung biologischer Fundstücke sind die Eintragungen bzw. die Artenkenntnis von besonderer Bedeutung. Artenkenntnis liefert einen Beitrag zur Bereicherung des Unterrichts und verkleinert die Kluft zwischen Schulbuchbiologie und Freilandbiologie.

Auf gar keinen Fall sollte die vorhandene Zahl der Arten ein psychologischer Hinderungsgrund sein, sich mit der eigenen Artenkenntnis zu befassen. Es gibt in Deutschland z.B. 3.173 Blütenpflanzenarten (je nach Autor und systematischer Zuordnung z.B. der Subspezies werden auch Zahlen über 4000 erreicht). Aber wenn man sich klarmacht, daß man bereits einen tragfähigen Fundus mit ca. 300 Arten besitzt, so wäre dies schon ein guter Schritt vorwärts. Die Freude am Weiterarbeiten kommt dann von allein!

Deshalb:   Rausgehen – Beobachten – Bestimmen – Sammeln – Systematisieren!

In diesem Sinne ist jede Jahreszeit geeignet, Beobachtungen anzustellen. Dabei ist es nicht notwendig, auf Sensationsfang zu gehen, denn Besonderes, persönlich noch wenig berücksichtigte Arten oder Überraschungen stellen sich fast immer ein. Die folgenden Beispiele sollen anregen, selbst wieder mit dem Fernglas und dem Bestimmungsbuch unterwegs zu sein. Biologie-Referendare können gern ihre Beobachtungen melden, um sie hier vorzustellen.


Am 3.1.2004 beobachtete ich ein Stockentenpärchen (Anser platyrhynchos, engl. Mallard) auf dem Nottekanal im Stadtgebiet von Königs Wusterhausen, das nach Nahrung tauchte. Stockenten als Gründelenten behalten im Gegensatz zu den Tauchenten den Hinterleib üblicherweise über Wasser. Diese tauchten jeweils ca. 4-6 Sekunden gänzlich unter - offenbar zur Futtersuche. Die ornithologische Literatur erwähnt zwar regelmäßig, daß auch die Gründelenten vollends untertauchen können (insbesondere Küken), doch wird man diese Beobachtung nur relativ selten machen können. Es ist anzunehmen, daß es sich dabei um die Beschaffung von Notnahrung (es lag eine leichte Schneedecke) handelt.

Am 12.12.2003 beobachtete ich einen Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis, engl. Dabchick oder Little Grebe) am Griebnitzsee (Einzelexemplar) in Höhe des S-Bahnhofes Griebnitzsee. Die Art ist relativ unstet, taucht aber in den Randgebieten der Stadt immer wieder auf. Schon 1971 hat Wendland (Die Wirbeltiere Westberlins) bereits darauf verwiesen, daß der Bestand sehr zurückgegangen ist. Die Art gehört zu den potentiell gefährdeten Arten.

Am 29.11.2004 beobachtete ich zwei Nilgänse (Alopochen aegytiacus, engl. Egyptian Goose) zwischen Athensleben und Groß-Börmicke in Sachsen-Anhalt auf einer überfluteten Weide. Am 27.12.2003 ebenfalls zwei Tiere (eben diese?) auf einem Feld beim Tagebau Neu Königsaue (Seeland), Sachsen-Anhalt, also nicht weit entfernt vom ersten Fundort. Wenngleich sich die Hinweise über das Auftreten dieser afrikanischen Art in letzter Zeit sehr gehäuft haben, so ist man doch vom Anblick der farbenprächtigen Tiere überrascht. Sie gelten zwischenzeitlich als Neozoen und dürften aus westeuropäischen Populationen stammen (England?), die ihrerseits Gefangenschaftsflüchtlinge darstellen mögen. Zu Neozoen in der Stadt vergleiche auch "Unterricht Biologie" (2003)Heft 282 Wildtiere in der Stadt.

Am 21.2.2004 bevölkerten ca. 70 Kraniche (Grus grus, engl. Common Crane) ein ehem. Maisfeld im Straßenwinkel Mahlower Str./verlängerte Marienfelder Allee  (B 101; also südlich von Berlin-Marienfelde) direkt im tosenden Verkehr der beiden Straßen. Am 29.2.2004 standen 14 Kraniche (davon zwei Jungtiere) in Blankenfelde (Potsdamer Str. Richtung Diedersdorf) direkt hinter dem Ortsausgang links nur ca. 150 m von der bebauten Zone entfernt.
Am 7.3.2004 standen ca. 30-40 Kraniche bei km 37 direkt an der Autobahn Magdeburg-Berlin (in Richtung Berlin rechts, nächste Abfahrt Wollin).

Details finden sich z.B. unter: http://www.mlur.brandenburg.de/n/b_auf43h.htm

oder: http://www.kraniche.de/biologie.html

Am 2.4.2004 sah ich den ersten Weißstorch (Ciconia ciconia, eng. White Stork) diesen Jahres am südlichen Stadtrand über einem Acker an der Stadtgrenze am Kirchhainer Damm.

Am 22.5.2004 besuchte ich die sog. Salzstelle in Hecklingen (Sachsen-Anhalt) - ein lohnenswerter Ausflug entlang der alten Bahnlinie. Der Rotmilan (Milvus milvus, engl.  Red Kite) und das Braunkehlchen (Saxicola caprata, engl. Whinchat) waren ebenso präsent wie zwei Grünschenkel (Tringa nebularia, engl. Greenshank) am Flachwasserbereich. Zur Information: Bank, Ch./Spitzenberg, D.: Die Salzstelle Hecklingen. Fachgruppe Faunistik und Ökologie Staßfurt. Staßfurt 2001. In diesem Bändchen fehlt leider nur ein geeigneter topographischer Kartenausschnitt.

Am 23.5.2004 besuchte ich den Athenslebener See bei Löderburg (Sachsen-Anhalt). In den nur zwei Stunden, die mir bei regnerischer Witterung zur Verfügung standen, konnte man sehen: Tausende von Schwalben (Jungschwalben), Rotschenkel (Tringa totanus, engl. Redshank), Rotmilan (Milvus milvus, engl. Red Kite), Nilgans, Reiherente (Aythya fuligula, engl. Tufed Duck), Schellente (Bucephala clangula engl. Common Goldeneye), Knäkente (Anas querquedula, engl. Garganey), Schafstelze (Motacilla flava, engl. Yellow Wagtail), Beutelmeise (Remiz pendulinus, engl. Eurasian Penduline Tit) (auch Nest), Haubentaucher (Podiceps cristatus, engl. Great Crested Grebe), Stieglitz (Carduelis carduelis, engl. European Goldfinch), Kiebitz (Vanellus vanellus, engl. Northern Lapwing), Graureiher (Ardea cinerea, engl. Grey Heron), Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula, engl. Common Ringed Plover) (auf mit Gifthahnenfuß bestandenen Schlammbänken), Rohrammer ( Emberiza schoeniclus, engl. Common Reed Bunting), Kuckuck (Cuculus canorus, engl. Common Cuckoo), Bluthänfling (Acanthis cannabina, engl. Common Linnet) usw. Diverse Rohrsänger konnten vernommen werden.

Am 29.6.2004 besuchte ich das Ahlen-Falkenberger-Moor bei Cuxhaven. Innerhalb von 2 Stunden fanden sich hier u.a.:

Kormoran (Phalacrocorax carbo, engl. Common Cormorant), Bussard (Buteo buteo, engl. Common Buzzard), Wiesenweihe (Circus pygargus, engl. Montagu’s Harrier), Baumfalke (Falco subbuteo, engl. Eurasian Hobby), Graureiher, Kranich, Stockente, Reiherente (Aythya fuligula, engl. Tufted Duck), Brachvogel (Numenius arquata, engl. Eurasian Curlew),  Kampfläufer (Philomachus pugnax, engl. Ruff/Reeve), Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger, engl. Black Tern), Grünfüßiges Teichhuhn, engl. Common Moorhen), Mehlschwalbe (Delichon urbica, engl. Common House Martin), Rauchschwalbe (Hirundo ristica, engl. Barn Swallow), Uferschwalbe (Riparia riparia, engl. Sand Martin), Bachstelze (Motacilla alba, engl. White Wagtail), Schafstelze, Kuckuck, Singdrossel (Turdus philomelos, engl. Song Thrush), Amsel (Turdus merula, engl. Blakbird), Neuntöter (Lanius collurio, engl. Red-backed Shrike), Schwarzkehlchen (Saxicola torquata, engl. Common Stonechat), Dorngrasmücke (Sylvia communis, engl. Common Whitethroat), Rohrammer, Bluthänfling (Acanthis cannabina, engl. Common Linnet).

Am folgenden Tag beobachtete ich einen Seehund in der Marina von Cuxhaven.

 
Am 30.6.2004 besuchte ich das an Cuxhaven anschließende elbaufwärts gelegene Ufer der Strommündung. Hier waren beiderseits des Deiches zu sehen:

Kormoran, Brandgans (Junge) (Tadorna tadorna, engl. Common Shelduck), Großer Brachvogel, Rotschenkel, Flußuferläufer (Actitis hypoleucos, engl. Common Sandpiper), Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus, engl. Spotted Redshank), Grünschenkel, Austernfischer (Junge) (Haematopus ostralegus, engl. Eurasian Oystercatcher),  Kiebitz (Vanellus vanellus, engl. Northern Lapwing), Mantelmöwe (Larus marinus, engl. Great Black-backed Gull), Lachmöwe (Larus ridibundus, engl. Black-headed Gull), Silbermöwe (Larus argentatus, engl. Herring Gull), Sturmmöwe (Larus canus, engl. Mew Gull), Flußseeschwalbe (Sterna hirundo, engl. Common Tern), Bussard, Turmfalke (Falco tinnunculus, engl. Common Kestrel), Mauersegler (Apus apus, engl. Common Swift), Bachstelze, Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Bläßralle (Fulica atra, engl. Eurasian coot), Feldlerche (Alauda arvensis, engl. Eurasian Skylark), Wiesenpieper (Anthus pratensis, engl. Meadow Pipit), Ringeltaube (Columba palumbus, engl. Common Woodpigeon),  Bluthänfling. Einige Regenpfeifer mußten unbestimmt bleiben.

Am 10.9.2004 bevölkerten ca. 300 Ringeltauben (engl. Common Woodpigeon) ein abgeerntes Feld zwischen Mahlow und Berlin-Stadtgrenze. Zu vergleichbarer Zeit fiel ein ebenso starker Schwarm im letzen Jahr  an gleicher Stelle in ein Sonnenblumenfeld ein.

Am 12.9.2004 beobachtete ich einen Eisvogel (Alcedo atthis, engl. Common Kingfisher) am Rhin bei Zippelsförde. Die Eisvögel haben nach meiner Beobachtung im Bestand eventuell zugenommen. Sichere Beobachtungsorte werden häufiger, was natürlich auch auf eine veränderte Begehungspraxis zurückzuführen sein könnte.  Umgekehrt fallen einige Arten immer weiter im Auftreten zurück. So konnte ich am 14.9.2004 seit langer Zeit wieder eine Haubenlerche (Gerida cristata, engl. Crested Lark) in einem Vorstadtgebiet von Berlin (Altglienicke) entdecken, die früher im Raum Berlin häufig war.

Am 13.11.2004 fand ich eine Rostgans (Tadorna ferruginea, engl. Ruddy Shelduck) zwischen diversen Entenarten (Stockenten, Löffelenten, Pfeifenten) auf dem Athenslebener See bei Hecklingen (Sachsen-Anhalt).

Am 14.11.2004 zeigte sich ein Eisvogel (Alcedo atthis, engl. Common Kingfisher) am Ufer der Bode auf einem Trauerweidenast in Höhe der Betonfußgängerbrücke in Löderburg (Sachsen-Anhalt). Unter ihm tauchten zwei Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis, engl. Little Grebe). Am 4.12.2004 fanden sich Zwergtaucher an der Bode-Brücke in Athensleben.  Am 28.12.2004 schwammen gleich 6 Exemplare auf der Bode in Höhe des Schloßparks Neugattersleben.

Am 27.11.2004 standen auf den Weiden an der Verbindungsstraße von Jemgum nach Bunderhammrich (Rheiderland; Niedersachsen) ein paar Hundert Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria, engl. Golden Plover). Dazu fanden sich ca. 200 Bläßgänse (Anser albifrons, engl. White-fronted Goose). Sie standen in Nachbarschaft zu ca. 30 Weißwangengänsen (=Nonnengans, Branta leucopsis, engl. Barnacle Goose). Am 8.1.2005 fanden sich hier neben 20 Höckerschwänen (Cygnus olor, engl. Mute Swan) auch 5 Singschwäne (Cygnus cygnus, engl. Whooper Swan).

Am 4.12.2004 schwammen zwei weibliche Gänsesäger (Mergus mergaster, engl. Goosander) auf dem Athenslebener See (Sachsen-Anhalt), einen Tag später schwamm dort ein Zwergsäger (Mergus albellus, engl. Smew).

Am 15.12.2004 standen 4 Kraniche direkt an der B 96a am Abzweig nach Kleinziethen. Am 21.1.2005 standen ca. 20 Kraniche direkt neben der Straße Großbeeren-Berlin hinter dem Ortsausgang rechts. Am 22.1.2005 standen ca. 50 Kraniche direkt neben der B 96 zwischen Groß Machnow und Rangsdorf. Am 26.1.2005 standen 4 Kraniche zwischen Lichtenrade und Mahlow an der Bundesstraße. Praktisch die gesamte kalte Zeit über konnten 2 bis 6 Exemplare auf den Feldern zwischen Mahlow und Waßmannsdorf beobachtet werden. Sie standen teils "direkt" an der Straße.

Am 28.12.2004 kreisten gleich 16 Rotmilane (Milvus milvus, engl. Red Kite) über der Müllkippe von Staßfurt (Sachsen-Anhalt).

Am 5.2.2005 konnten an der Kugelbake in Cuxhaven u. a. eine Vielzahl an Eiderenten (Somateria mollissima, engl. Common Eider), Pfeifenten (Anas penelope, engl. Eurasian Wigeon), Rotschenkel (Tringa totanus, engl. Common Redshank), Knutts (Calidris canutus, engl. Red Knot), Sanderlinge (Calidris alba, engl. Sanderling), Steinwälzer (Arenaria interpres, engl. Ruddy Turnstone) und vor allem einige tausend  Austernfischern (Haematopus ostralegus, eng. Eurasian Oystercatcher) beobachtet werden. Im Hafenbecken der Marina von Cuxhaven schwamm ein Seehund.

Am 27.11.2005 saßen 45 Grünfinken (Carduelis chloris) in einer Birke in Gadsdorf (Brandenburg). Das ist sicher nichts Sensationelles, aber in hellem Licht gegen einen dunklen Himmel doch ein wunderschönes Bild.

Am 3.12.2005 flog völlig unerwartet direkt vor mir eine Große Rohrdommel (Botaurus stellaris, engl. Great Bittern) am Athenslebener See auf und flog in einen Altschilfbestand, in dem sie völlig unsichtbar endgültig verschwand. Ausgedehnte Versuchen, sie erneut zu entdecken, blieben erfolglos. Auf einem benachbarten Acker standen 21 Nilgänse, von denen schon die Rede war. Ihr immer häufigeres Auftreten in immer größerer Zahl wird auch in zahlreichen Internetberichten kommentiert.

Am 23.12.2005 fand sich ein Silberreiher (Egretta alba, engl. Great Egret) auf einem Nebenteich des Athenslebener Sees in Gesellschaft mit ca. 15 Graureihern.

Um die Weihnachtszeit 2005 fanden sich unzählige Individuen am Vogelhäuschen in Gadsdorf (Brandenburg) ein: Feldsperlinge (Passer montanus, engl. Eurasian Tree Sparrow), Buchfinken (Fringilla coelebs, engl. Common Chaffinch), Bergfinken (Fringilla montifringilla, engl. Brambling), Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes, eng. Hawfinch), Grünfinken (Carduelis chloris, engl. European Greenfinch), Gimpel (Pyrrhula pyrrhula, engl. Eurasian Bullfinch), Amsel (Turdus merula, engl. Common Blackbird), Blaumeise (Parus caeruleus, engl. Blue Tit), Weidenmeise (Parus montanus, engl. Willow Tit), Kohlmeise (Parus major, engl. Great Tit), Großer Buntspecht ( Dendrocopos major, engl. Great Spotted Woodpecker), Kleiber (Sitta europaea, engl. European Nuthatch).

Am 32.1.2006 saßen 20 Seidenschwänze (Bombycilla garrulus, engl. Waxwing) in einer Birke am Rande der Innenstadt von Wittenberg (Lutherstadt).

Am 6.2.2006 zeigten sich auf der kurzen Strecke von Gadsdorf nach Nunsdorf (Brandenburg) nicht weniger als 6 Füchse teils direkt neben der Straße - in Abständen von jeweils einigen hundert Metern.

Am 17.6.2006 beobachtete ich zwei Kolbenenten (Netta rufina, engl. Red crested Pochard) auf einem Nebensee des Athenslebener Sees (Sachsen-Anhalt). Neben einer Vielzahl weiterer Vogelarten, die vielfach mit der Jungtierfütterung beschäftigt waren, konnten auch Beutelmeisen sowie ein Baumfalke (Falco subboteo, engl. Eurasian Hobby) gesichtet werden.

Am 5.10.2006 spielte  eine Bekassine (Gallinago gallinago; engl. Common Snipe) in Spieka-Neufeld (NIedersachsen) an der Nordsee am (Teil-)Salzwiesen-Wattufer mit mir Versteck.

Am 11.2.2007 beobachtete ich einen Raubwürger (Lanius excubitor, engl. Great Grey Shrike) auf einem Holunderstrauch zwischen Gadsdorf und Schünow.

Am 7.4.2007 ließ sich auf einem Moorsee bei Tensfeld (Schleswig-Holstein) ein Rothalstaucher (Podiceps grisegena; engl. Red-necked Grebe) blicken.

Am 3.10.2007 fanden sich auf einem Acker zwischen Gadsdorf und Schünow 9 Silberreiher (Egretta alba, engl. Great Egret) ein.

In einem Garten in Gadsdorf fanden sich im September/Oktober 2007 nicht weniger als 27 prächtige Parasolpilze (Macrolepiota procera, Agaricaceae) auf einer nur wenige Quadratmeter großen Fläche. An gleicher Stelle erschienen Ende Oktober noch einmal 11 weitere Exemplare.

Am 17.2.2008 fanden sich bereits die ersten Kiebitze auf den Feldern um Gadsdorf!

Am 14.5.2008 konnte bei einem Besuch auf Helgoland die ganze Palette der bekannten Arten beobachtet werden, darunter Baßtölpel (Morus bassanus, engl. Northern Gannet), Trottellummen (Uria aalge, engl. Common Guillemot) und Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla, engl. Black-legged Kittiwake). Unter www.birdinggermany.de/helgoland.htm kann eine gute Zusammenstellung über beobachtete Arten nachgelesen werden.

Am 18.11.2009 ließen sich in Spieka-Neufeld bei Cuxhaven ca. 1000 Nonnengänse Branta leucopsis, engl. Barnacle-Goose), ca. 100 Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria, engl. Golden Plover), zwei Bekassinen (Gallinago gallinago, engl. Common Snipe) und zwei Kiebietzregenpfeifer (Pluvialis squatarola, engl. Grey Plover) neben vielen anderen Vögeln des Watts blicken.

Am 8.5.2010 konnte am Pfefferfließ bei Stangenhagen (Brandenburg) neben diversen interessanten Arten, wie Fischadler, Flußseeschwalben, Schnatterenten und dergl. eine Streifengans (Anser indicus; engl. Bar-headed Goose) beobachtet werden, die sich auf einer Weide zu einem Trupp von ca. 60 Graugänsen gesellt hatte.

Am 9.5.2010 entdeckte ich im Garten in Gadsdorf (Gemeinde Am Mellensee, Brandenburg) einen Wendehals (Jynx torquilla, engl. Eurasion Wryneck), der bei uns äußerst selten zu beobachten ist. Glücklicherweise war ein Hobbyornithologe ebenfalls Zeuge der Anwesenheit dieser Rarität. Danach konnte ich ihn noch einige Tage auf seiner Sitzwarte auf einem abgestorbenen Birnbaum rufend und völlig frei beobachten.

Am 13.11.2010 ließ sich am Athenslebener See (S-A) eine Große Rohrdommel erneut erblicken (siehe oben). Nun aber konnte man sie lange in allen möglichen Körperhaltungen beobachten, denn sie stand am Rand des Schilfgürtels. Nach einiger Zeit flog ein zweites Exemplar an, das allerdings im Schilf landete und nicht mehr zu sehen war. Fünf Silberreiher standen auf einer benachbarten Ackerfläche.

Am 4.6.2012 jagten diverse Trauerseeschwalben (Chlidonias niger, engl. Black Tern) vormittags über dem stürmisch bewegten Müggelsee (Berlin). In dessen Nähe ist eine Brutkolonie dieser Art bekannt.

Am 8.10.2012 konnte ich kurz einen Wanderfalken (Falco perigrinus, engl. Perigrine) am Deich an der Oste kurz vor Einmündung in die Elbe sichten. Auf Wiesen und Gewässern hinter dem Deich standen bzw. schwammen ca. 500 Pfeifenten (Anas penelope, engl. Eurasian Wigeon). Am 9.10.2012 fanden sich auf den Deichwiesen bei Spieka-Neufeld neben diversen Kibitzen und Goldregenpfeifern auch einige Kampfläufer (Philomachus pugnax, engl. Ruff für die Männchen, Reeve für die Weibchen).

Am 2.2.2013 erschienen sechs Eisenten (Clangula hyemalis, engl. Long-tailed Duck oder Oldsquaw) an der Seebrücke von Binz (Rügen); fünf Männchen und ein Weibchen. Sie waren schon im Balzen begriffen. Jährlich überwintern einige tausend Exemplare auf der Ostssee, doch sind sie zumeist auf offener See anzutreffen.

Seit Ende April/Anfang Mai 2013 brütet ein Pärchen des Gartenrotschwanzes (Phoenicurus phoenicurus, engl. Common Redstart) auf unserem Gelände - gewiß keine Sensation, aber nach Jahren der zu beobachtenden vergeblichen Nistplatzsuche doch eine große Freude. Ein Jungtier konnte schon gesichtet werden.

Am 10.2.2014 befanden sich drei Singschwäne (Cygnus cygnus, engl. Whooper Swan) auf einer teilüberschwemmten Wiesenfläche zwischen Gadsdorf und Schünow. Benachbart hielten sich einige Kraniche auf. Einer von ihnen rief unablässig und weil die Temperatur -1°C betrug, stieß er dabei beeindruckende Wasserdampfwolken aus. Zudem ließ zu dieser frühen Jahreszeit am Morgen eine Amsel ihren vollen Gesang erklingen.

Am 11.2.2014 standen ca. 350 Saatgänse (Anser fabalis; engl. Bean Goose) auf einer Weidefläche zwischen Gadsdorf und Schünow. Gleich benachbart an einem überschwemmten Wiesenstück saß ein Silberreiher.

Am 24.2.2014 konnte ich die ersten Kiebitze in diesem Jahr sehen, etwa 100 Stück auf einem Acker bei Schünow.

Am 11.3.2014 sah ich bereits aus weiter Entfernung einen auffällig großen Vogel auf einem überschwemmten Wiesenstück bei Schünow. Er erwies sich als ein Seeadler (Haliaeetus albicilla, engl. White-tailed Eagle), der bis zum Beingefieder im Wasser stand und einen prächtigen Anblick bot. Er flog dann zunächst in Richtung Nunsdorf ab, ließ sich auf einem Acker kurz nIeder und erhob sich dann in große Höhen, um lange kreisend in Richtung Mellensee abzuziehen.

Am 27.3.2014 schwammen auf den Teichen bei Löwenbruch einige Schellenten (Bucephala clangula, engl. Common Goldeneye) sowie ein weiblicher Gänsesäger.

Am 30.3.2014 konnte ich auf den Resten noch teils überschwemmter Wiesen bei Körzin mit Hilfe des Spektivs eines Ornis mehrere Kampfläufer (Philomachus pugnax, engl. Ruff für Männchen, Reeve für Weibchen) sehen. Anwesend waren auch eine Ringelgans (Branta bernicla, engl. Brent Goose) und ein Rotschenkel (Tringa totanus; engl. Common Redshank). Zudem waren zu sehen: unzählige Kiebitze, diverse Silberreiher, drei Seeadler, zwei Fischadler, Höckerschwäne, der Wiesenpiper, Krickenten, Stockenten, ein Rotmilan und Bachstelzen.

Am 19.4.2014 erfolgte ein Besuch der Großtrappenstation Buckow. Hier gab es Gelegenheit, 8 Großtrappen, Otis tarda (engl. Great Bustard) aus ca. 150 Metern Entfernung lange Zeit zu beobachten. Fuchs und Feldhase waren ebenso anwesend wie eine Unzahl an Rehen. Die Gesamtzahl der Großtrappen in Deutschland beträgt gegenwärtig 165 Tiere. Dazu konnten u.a. gesehen werden: Weißstorch, Rohrweihe, Kranich, Graugans, Goldammer, Feldlerche, Bussard, Turmfalke, Rotmilan, Schwarzmilan, Zwergtaucher, Kiebitz, Hänfling, Stieglitz, Bachstelze, Graureiher, Braunkehlchen und Grauammer (Miliaria calandra, engl. Corn Bunting).

Am 23.4.2014 lief ein Wiedehopf (Upupa epops, engl. Eurasian Hoopoe) auf einer Ruderalfläche mit angrenzendem Wiesenland sowie nahem Kiefernwald in Gadsdorf. Robel, D./Ryslavy, T. haben in "Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg" einen Aufsatz veröffentlicht: "Zur Verbreitung und Bestandsentwicklung des Wiedehopfes (Upupa epops) in Brandenburg" (1996) 4. Dieser informiert ausführlich und begründet die deutliche Freude, den Vogel eben hier gesichtet zu haben. Am 16.8.2014 sah ich ein Exemplar bei Schünow, sehr nah und ausdauernd sitzend. Anschließend flog der Vogel parallel nebem dem Auto her, setzte sich auf die Straße oder auf Zaunpfähle und Büsche.

Der Girlitz ist sicher keine besondere Seltenheit, wenngleich ich den Eindruck habe, daß er in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Am 26.4.2014 konnte ich einen Girlitz (Serinus serinus, engl. European Serinus) in Magdeburg auf einer Esche direkt vor dem Balkon aus großer Nähe singen hören und ihn ausgiebig anschauen.

Am 29.4.2014 spazierte ein Kranichpaar mit 2 Küken auf einer Wiese am Ortsausgang von Gadsdorf (Richtung Schünow). Die Küken sind in C. Harrison "Jungvögel, Eier und Nester aller Vögel Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens" (Hamburg/Berlin: Parey 1975) auf S. 153 (= Tafel 9) sehr eindrucksvoll und detailreich abgebildet. Gleichzeitig fielen die Schafstelzen auf dem Weg nach Schünow auf, die jedes Jahr hier erneut eintreffen (schon seit Tagen vorhanden).

Ein Besuch am Streng-See bei Netzen am 4.5.2014 erbrachte eine Vielzahl interessanter Arten, darunter: Löffelente, Knäkente (Anas querquedula, engl. Garganey), Reiherente, Pfeifente, Schnatterente, Tafelente, Schellente, Rohrammer, Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus, engl. Sedge Warbler), Eisvogel, Rothalstaucher (Podiceps grisegena, engl. Red-necked Grebe) und Rohrschwirl (Locustella luscinoides, engl. Savi`s Warbler). Begleitet wurde das Ganze vom dumpfen Ton der Großen Rohrdommel.

Am 8.6.2014 besuchte ich die Kiesgruben bei Osmarsleben, um die Bienenfresser (Merops apiaster, engl. European Bee-Eater) zu beobachten. Sie zeigten sich in großer Zahl an den Höhlen, im Flug und frei auf Sträuchern sitzend.

Am 17.3.2015 zogen zwei Rauhfußbussarde (Buteo lagopus, engl. Rough-legged Buzzard oder Hawk) ihre Kreise im Gebiet zwischen Schünow, Nunsdorf und Gadsdorf.

Am 25.4.2015 erbrachte ein Besuch der Belziger Landschaftswiesen (aus Trebitz, Freienthal und Damelang) folgende Arten: Amsel, Nebelkrähe, Goldammer, Rauchschwalbe, Rotmilan, Hausrotschwanz, Kernbeißer, Bachstelze, Stockente, Trauerschnäpper, Star, Haubenmeise (Parus christatus; engl. Crested Tit), Blaumeise, Kohlmeise, Zilpzalp, Großer Buntspecht, Turmfalke, Eichelhäher, Ortolan (Emberiza hortulana; engl. Ortolan Bunting), Feldlerche, Höckerschwan, Schafstelze, Graugans, Zaunkönig, Rotkehlchen, Singdrossel, Nachtigall, Mäusebussard, Wacholderdrossel, Buchfink, Ringeltaube, Großtrappe, Schwarzmilan, Graureiher, Kranich, Grauammer (Miliaria calandra; engl. Corn Bunting), Rabenkrähe, Elster, Weißstorch, Feldsperling, Mönchsgrasmücke, Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe; engl. Northern Wheatear), Fitis und Kiebitz.

Am 24.6.2015 flogen zwei Waldohreulen (Asio otis; engl. Long-eared-Owl) in einem Garten in Gadsdorf und hielten sich dort längere Zeit auf. Um 21.30 Uhr saßen sie auf dem Dach eines Kaninchenstalles. Sie flogen auf kahle, frei einsehbare Äste, mal einzeln, mal nebeneinander. Sie sind hier seit ca. zwei Monaten regelmäßige Besucher, doch zumeist im Dunkeln der Bäume verschwunden.

Am 30.12.2015 wurde ich durch eine Federwolke an einem Vogelhäuschen in Gadsdorf auf einen Sperber (Accipiter nisus; engl. Eurasian Sparrowhawk) aufmerksam. Er hatte eine Kohlmeise geschlagen, mit der er auf eine Blumenschale flog, sich dort kurz niederließ und anschließend im Wald verschwand.

Am 11.1.2016 fanden sich in Potsdam an der Fähre Auf dem Kiewitt/Hermannswerder hunderte von Wasservögeln, darunter Bläßhuhn, Stockente, Tafelente, Reiherente, Lachmöwe, Kormoran und Gänsesäger sowie ein Trupp Mandarinenten-Männchen (Aix galericulata; engl. Mandarin Duck), der ein herrliches Bild im Fluge abgab.

Am 3.5.2016 zeigten sich wieder Nilgänse am kleinen Teich in Schünow. Sie halten sich dort seit Tagen auf und führen vier Küken. Zur gleichen Zeit kann man die Jungtiere der Kranichpaare im Gebiet sehen.

Am 18.6.2016 ließen sich diverse Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe, engl.Northern Wheatear) im alten Hafen von Magdeburg (verlassenes Hafenbecken, Gleisanlagen, Ruderalflächen) beobachten, die den Beobachter bis auf 10 Meter an sich heran ließen.

Am 25.12.2017 zeigte sich ein Wanderfalke in der Fensternische eines verlassenen Speichers am alten Hafen in Magdeburg. Er beschäftigte sich mit der Pflege des Gefieders.

In der Zeit vom 30.7. bis 4.8.2018 hatte ich in St. Anton am Arlberg Gelegenheit, in der näheren Umgebung bzw. den Almen neben diversen anderen Arten endlich einmal wieder Wasseramseln (Cinclus cinclus, engl. White-throated Dipper), Bergpieper (Anthus spinoletta, engl.Water Pipit) und bei Stanz einen Steinadler (Aquila chrysaetos, engl. Golden Eagle) zu sehen.

Am 5.2.2020 ließen sich 20 Zwergschwäne (Cygnus columbianus, eng. Whistling Swan) bei Krempel (Landkreis Cuxhaven) auf einer Ackerfläche mit angrenzenden Mooren in der unmittelbaren Nachbarschaft zu ca. 200 Singschwänen blicken.


Die Innenstadt gilt verständlicherweise als Ungunstraum zur Naturbeobachtung. Deshalb ist es um so erstaunlicher, was sich direkt im Bereich der Innenstadtbebauung beobachten läßt. Selbst im tosenden Verkehr finden sich interessante Objekte. Dazu gehören auch die Straßenbäume. Wir haben in Berlin eine Reihe von durchaus außergewöhnlichen Bäumen im Bereich der Straßenbepflanzung.



Unter den unzähligen Straßenbäumen von Berlin finden sich einige besondere Arten, die relativ selten und eher unbekannt sind. Darunter sind diverse fremdländische Gehölze. Sie werden von Vorübergehenden oft nicht beachtet, sondern bestenfalls als Straßengrün wahrgenommen. Einige dieser Besonderheiten werden in dem 2019 erschienenen Band "Besondere Straßenbäume in Berlin" (Klaras-Verlag) vorgestellt und erläutert. Durch Angabe von Standorten soll dem Interessierten das Auffinden erleichtert werden.Unter dem Button "Bücher" ist das Umschlagbild zu sehen. Als Beispielseite findet sich unten unter "Alnus cordata" eine Probeseite.


Alnus cordata.pdf


Zur Bestimmung von Gehölzen eignen sich:
 

Bärtels,  A.: Gartengehölze. Stuttgart: Ulmer 3. Aufl. 1991.
Bollinger, M. et al.: Strauchgehölze. Steinbachs Naturführer. München: Mosaik 1996.
Eschrich, W.: Gehölze im Winter. Stuttgart/New York: Fischer 1981.
Fitschen, J.: Gehölzflora. Heidelberg: Quelle & Meyer 6. Aufl. 1977.
Godet, J.-D.: Bäume und Sträucher. Hinterkappelen-Bern: Arboris 1986.
Humphries, C.J. et al.: Der Kosmos-Baumführer. Stuttgart: Franckh 1982.
Kremer, B.P.: Bäume. Die farbigen Naturführer. München: Mosaik 1984.
Mitchell, A.: Die Wald- und Parkbäume Europas. Hamburg/Berlin: Parey 2. Aufl. 1979.

More, D./White, J.: Die Kosmos-Enzyklopädie der Bäume. Stuttgart: Kosmos 2005.

Vaucher, H.: Baumrinden. Stuttgart: Enke 1999.
Warda, H.-D.: Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze. Bad Zwischenahn: Bruns Pflanzen Export 1998. 

Für die Nadelgehölze:

Eiselt, M.G./Schröder, R.: Nadelgehölze. Radebeul: Neumann 3. Aufl. 1974.
Kindel, K.-H.: Kiefern in Europa. Stuttgart/Jena/New York: Fischer 1995.
Morgenthal, J.: Die Nadelgehölze. Stuttgart: Fischer 4. Aufl. 1964.
Schütt, P.: Tannenarten Europas und Kleinasiens. Landsberg: ecomed 1994.
Schütt, P./Lang, K.J./Schuck, H.J.: Nadelhölzer in Mitteleuropa. Stuttgart/New York: Fischer 1984.

Schütt, P. et al.: Lexikon der Nadelbäume. Hamburg: Nikol 2004.



  • Die Firma Bresser hat eine Mikroskopkamera (Webcam) herausgebracht, mit der man Mikroskopbilder direkt auf den Computerbildschirm übertragen kann. Diese können auch direkt gespeichert werden. Die Kamera ist wie ein Okular einzusetzen. Preis ca. 300,00 Euro.
  • Von der Firma Conatex kann eine Oberflächenkamera zum Preise von ca. 114 Euro bezogen werden, die Oberflächen (z. B. von Blättern, Pilz-Röhrenlager, Baumrinden usw.) digital aufnimmt. Die Bilder erscheinen dann sofort auf dem Monitor und können gespeichert werden. Suche im Internet unter "Conatex".